| Veranstaltung: | 2. Landesmitgliederversammlung 2026 der GRÜNEN JUGEND Thüringen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 6.1.1. Sprecher*in (1x FLINTA*-Platz) |
| Antragsteller*in: | Emma Luisa Zinke |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 19.10.2026, 21:32 |
B2: Emma Luisa Zinke
Selbstvorstellung
Als ich mich im August 2025 bereits erstmalig auf dieses Amt beworben habe, war mir klar: Dieses Amt wird mir einerseits Kopfschmerzen, lange Nächte und sicherlich auch teilweise Frustration bringen, andererseits bietet sich mir dadurch die Möglichkeit, diesen wunderbaren Jugendverband aktiv mitzugestalten. Beide Erwartungen haben sich erfüllt.
Nach knapp anderthalb Jahren stehen wir hier in Thüringen vor einer schwierigen Situation, die sich durch einen Teufelskreis beschreiben lässt. Die leider zu wenigen Menschen, die bei uns aktiv sind, haben in Summe wenig Kapazitäten, aktiv auf neue Menschen zuzugehen und größere, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen zu planen. Somit kommen nicht nur kaum neue Menschen zu uns, auch die Leute, die bereits da sind, erfahren wenig Selbstwirksamkeit in ihrem Engagement.
Ich möchte mit dem neuen Landesvorstand nach Möglichkeiten suchen, diese Kapazitäten besser zu nutzen und kreative Vorschläge zu erarbeiten, die die Arbeitslast der Kreisvorstände verringert und die GJ als Ort der politischen Arbeit zu stärken. Dafür möchte ich als Landessprecherin greifbare Themen aus Thüringen instrumentalisieren, damit wir als der stabile linke Jugendverband in Thüringen wahrgenommen werden, der wir ja im Grunde bereits sind.
Denn gerade in Zeiten, in denen Rechtsextreme unter anderem in Sachsen-Anhalt in hohe politische Ämter gehoben werden und potentiell eine Landesregierung stellen könnten, suchen auch in den angrenzenden Bundesländern Jugendliche nach Alternativen zu dem so gesamtgesellschaftlich präsenten Rechtsruck. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir eine Gegenvorstellung zu dieser rückwärtsgewandten Politikbieten können und auch müssen, indem wir linke Utopien und unsere Vorstellung eines gerechten Thüringen ganz vorne anstellen.
Diese - meine - Utopie ist nichts Geringeres als das gerechte Leben für alle. Ein Leben, in dem Klimaschutz keine Klassenfrage ist und der kapitalistische Konsum der Überreichen nicht länger auf Kosten derjenigen geht, die ohnehin schon zu wenig haben und denen die Bundesregierung und auch die Thüringer Regierungskoalition mit ihren Sozialkahlschlägen auch noch dieses „wenig“ nimmt, das ihnen geblieben ist.
Stattdessen müssen wir für eine bedürfnisorientierte Politik einstehen. Konkret bedeutet das, im folgenden Jahr mit den Gewerkschaften präsent auf der Straße zu sein, um für eine menschenwürdige Politik einzustehen, die sich am Wohle derjenigen orientiert, die mit ihrer harten Arbeit den Laden am Laufen halten, ob in Krankenhäusern, Kindergärten, in den Schulen oder der sozialen Arbeit. Eine gerechte Gesellschaft darf nicht auf der Ausbeutung und Überforderung derjenigen gebaut werden, die sie tagtäglich am Leben halten.
Doch dafür müssen wir auch unsere eigenen Strukturen stärken. Denn wir können nur dann gesellschaftlich etwas bewegen, wenn wir selbst in der Lage sind, Menschen für unsere politische Arbeit zu begeistern, ihnen Raum für eigene Ideen zu geben und ihnen zu ermöglichen, die Wirksamkeit ihres Engagements zu erfahren. Ich möchte, dass die Grüne Jugend Thüringen ein Verband ist, in dem Menschen nicht nur mitarbeiten, sondern gemeinsam etwas aufbauen können. Dafür müssen wir unsere Arbeit so gestalten, dass sie auch mit begrenzten zeitlichen und personellen Ressourcen möglich bleibt, und gleichzeitig stärker nach außen treten.
Ich möchte, dass wir uns nicht in unseren eigenen Strukturen verlieren, sondern uns wieder stärker den politischen Auseinandersetzungen widmen, die Thüringen bewegen. Dass wir uns mit anderen linken Akteur*innen vernetzen, Bündnisse eingehen und dort präsent sind, wo Menschen für ihre Rechte kämpfen. Und dass wir dabei nicht nur auf die Krisen unserer Zeit reagieren, sondern selbstbewusst zeigen, für welche Gesellschaft wir stehen.
Ich weiß, dass sich nicht all diese Vorhaben von heute auf morgen umsetzen lassen. Auch nach meiner bisherigen Amtszeit weiß ich, wie viel Arbeit, Geduld und manchmal auch Frustration politische Arbeit mit sich bringt. Trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - möchte ich diese Aufgabe weiter übernehmen. Ich möchte meine bisherigen Erfahrungen einbringen, gemeinsam mit einem neuen Landesvorstand Verantwortung tragen und daran arbeiten, dass wir als Grüne Jugend Thüringen politisch handlungsfähiger werden.
Denn ich glaube daran, dass wir etwas verändern können. Nicht, weil es einfach ist, sondern weil die Verhältnisse, in denen wir leben, nicht alternativlos sind. Dafür möchte ich mich auch in der kommenden Amtszeit als Landessprecherin einsetzen.
„Sie kennen mich.“ - Kleiner Spaß muss sein. Denn bei all der politischen Arbeit, den langen Sitzungen und den schwierigen Diskussionen darf eines nicht zu kurz kommen: die Freude an dem, was wir gemeinsam tun, und der Spaß, den wir dabei miteinander haben. Schließlich soll die GJ nicht nur ein Ort sein, an dem wir gemeinsam für eine bessere Welt kämpfen, sondern auch einer, an dem wir Freundschaften schließen, zusammen lachen und gerne Zeit miteinander verbringen.
Für alle, die mich noch nicht kennen: Ich bin Luisa Zinke, frische 19 Jahre alt, und habe im wunderschönen Jena politisch laufen gelernt. Ich habe riesige Lust, gemeinsam mit euch die Grüne Jugend Thüringen weiterzuentwickeln, unsere politischen Vorstellungen auf die Straße zu tragen und zu zeigen, dass eine andere Gesellschaft möglich ist.
Deshalb bewerbe ich mich erneut als Landessprecherin. Ich hab mega Bock auf alles, was vor uns liegt!
Zusammenfassung in einfacher Sprache
Zusammenfassung in einfacher Sprache
(KI-Inhalte)
Ich heiße Luisa Zinke.
Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Jena.
Ich möchte wieder Landes-Sprecherin der Grünen Jugend Thüringen werden.
Die Grüne Jugend Thüringen hat ein großes Problem.
Es gibt zu wenige Menschen, die aktiv mitarbeiten.
Deshalb haben die Menschen zu wenig Zeit für politische Arbeit.
Ich möchte gemeinsam mit dem neuen Landes-Vorstand Lösungen finden.
Wir müssen unsere Arbeit besser planen.
Die Arbeit soll für alle leichter werden.
Wir müssen mehr Menschen für unsere politischen Ideen begeistern.
Ich möchte mich für eine gerechte Gesellschaft einsetzen.
Alle Menschen sollen gut leben können.
Auch arme Menschen sollen das Klima schützen können.
Niemand soll wegen seiner Armut benachteiligt werden.
Ich möchte gemeinsam mit Gewerkschaften für gute Arbeits-Bedingungen kämpfen.
Menschen dürfen bei der Arbeit nicht ausgenutzt werden.
Außerdem möchte ich mit anderen linken Gruppen zusammenarbeiten.
Wir müssen zeigen, dass eine andere Gesellschaft möglich ist.
Dabei dürfen wir uns nicht überfordern.
Wir sollen auch Freude an unserer gemeinsamen Arbeit haben.
Wir sollen zusammen lachen und Freundschaften schließen können.
Ich möchte meine Erfahrungen einbringen und gemeinsam mit dem neuen Landes-Vorstand Verantwortung übernehmen.
Deshalb bewerbe ich mich erneut als Landes-Sprecherin.
Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit und auf alles, was vor uns liegt!
